Now Reading
Co-Working-Salon: Business meets Business
 

Co-Working-Salon: Business meets Business

Körbe werfen – mitten in den L-Quadraten? Nein, die Stadt Mannheim hat keinen weiteren Basketball-Platz in der Innenstadt gebaut. Dennoch wird seit ein paar Monaten gegenüber der Lauergärten der orangefarbene Lederball in den Maschen versenkt. In einem ehemaligen Friseursalon hängt ein kleiner Basketballkorb umgeben von Monitoren, Laptops, drei Kaffeemaschinen und noch viel mehr Büromaterial. Statt Dauerwellen und Föhnfrisuren lassen seit Mitte Juli 2018 im neuen Salon vier Jung-Unternehmer ihrer Kreativität im eigenen Co-Working-Space – also einem gemeinsamen Büro zum Bearbeiten von Projekten – freien Lauf. Und zwischendurch werfen Marco Liebscher und Sandro Stumpf, die die Marketing-Agentur Buero Abstract gegründet haben, Florian Schmitt, Fotograf und Manager von Künstlern, sowie Christian Handrich, der eine eigene Agentur für Presse-, Öffentlichkeitsarbeit und Medienberatung hat, eben auch mal auf die selbstgebaute Korbanlage.

Der kleine Basketballkorb sorgt für Abwechslung unter den Co-Workern. © Florian Schmitt

Vom Friseursalon zum Co-Working-Salon

„Das Geschäft war wohl an die 120 Jahre ein Friseursalon“, erklärt Christian mit ein klein wenig Ehrfurcht vor der Geschichte des Ladens. Bei der langen Bürosuche kamen die vier Freunde an dem Jugendstilgebäude vorbei und verliebten sich auf den ersten Blick. „Das Potential des Objekts war uns sofort bewusst“, schildert er den ersten Eindruck. An die kommende Renovierung des Raums mit seinen vier Meter hohen Decken verloren die vier damals allerdings keinen Gedanken.  „Wir haben den Umbau nie bereut. Wobei vielleicht ein wenig beim Verlegen des Bodens“, gibt Christian lachend zu. Unter anderem bauten die Salon-Jungs in wenigen Wochen eine Zwischenebene für weitere Arbeitsplätze und auch eine Küche ein. Heute  erinnert nur noch das alte Salon-Schild über der Eingangstür an frühere Tage. „Wir sind alle keine Handwerker“, merkt Christian an. Dennoch lässt sich das Ergebnis sehen. Modern, und gleichzeitig mit dem nötigen Respekt an die Geschichte des alten Salons, stehen mittlerweile acht Arbeitsplätze zur Verfügung.

Die jungs vom Salon: Marco Liebscher und Sandro Stumpf, die die Marketing-Agentur Buero Abstract gegründet haben, Florian Schmitt (Fotograf und Manager von Künstlern) sowie Christian Handrich (Agentur für Presse-, Öffentlichkeitsarbeit und Medienberatung). © Florian Schmitt

Kreativität im offenen Austausch

„Wir sind an den Aufgaben gewachsen“, erzählt Christian zufrieden und ergänzt: „Kreativität kann nur im offenen Austausch untereinander wachsen. Jeder bei uns profitiert vom Input des anderen“, lobt der 28-Jährige die Möglichkeiten eines gemeinsamen Büros für die Jung-Unternehmer und nennt die regelmäßig stattfindenden Meetings, bei denen jeder seine Projekte vorstellen kann.

See Also

Der ehemalige Friseursalon wurde zum Co-Working-Space umfunktioniert. Der Name erinnert daran. © Florian Schmitt

Motivation beflügelt

Auch andere Unternehmer und Gründer können Arbeitsplätze im Salon anmieten. „Wir bieten das schnellste Internet der Stadt und haben drei Kaffeemaschinen“, muss Christian schmunzeln, fügt aber ernst an: „Wir haben während des Umbaus gemerkt, dass wir unser Büro gerne öffnen möchten“, sagt er. Beispielsweise hätten bereits eine Musikmanagerin und ein Socken-Start-up einen  der selbstgebauten Schreibtische gemietet. „Wir freuen uns über jede Anfrage.“ Es müsse einfach menschlich passen. „Die Motivation durch den Salon beflügelt jeden in seiner Arbeit“, schwärmt Christian von der kreativen Atmosphäre. Außer wenn jemand zu lange Basketball spielt. „Dann darf gerne um etwas Ruhe gebeten werden“, sagt Christian und kann sich erneut ein Grinsen nicht verkneifen.

  • Salon
View Comments (0)

Leave a Reply

Your email address will not be published.

© 2020 ILMA Magazin. Powered by: Mannheimer Morgen

Scroll To Top