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Kulinarischer Ausflug nach Südamerika

Kulinarischer Ausflug nach Südamerika

Till

„Eigentlich sind die Essen eher scharf gewürzt, wir bereiten sie aber sehr deutsch zu“, erzählt Alexandra Zahn und stellt einen vollen Teller auf dem Tisch ab.

Das Gericht heißt Ají de Gallina und ähnelt einem Hühnerfrikassee. Das Fleisch liegt in einer gelben Chilisoße, die aber mitteleuropäischen Schärfe-Verhältnissen angepasst ist, und teilt sich dort den Platz mit Kartoffelstückchen und halbierten Wachteleiern.

Als zusätzliche Beilage wird Reis serviert. „Ein typisch peruanisches Essen“, sagt Alexandra, die im Dezember 2019 das Restaurant mima Peru in der Dalbergstraße eröffnet hat.

Das typisch peruanische Gericht Ají de Gallina. © Till Börner

Moderne, mit exotischen Pflanzen versehene Inneneinrichtung

Zu den Zutaten des Lokals gehört neben der in Mannheim einzigartigen Küche auch eine moderne, mit exotischen Pflanzen versehene Inneneinrichtung. Natürlich sollen sich die Gäste in dem Restaurant am Rande des Jungbuschs wohlfühlen, neben der räumlichen Gestaltung setzt Alexandra dabei auf authentische peruanische Küche.

„Mima ist spanisch und heißt verwöhnen, und das wollen wir unserer Gäste mit Essen und Getränken“, sagt die gebürtige Wormserin, die dank ihrer peruanischen Mutter einen engen Bezug zu dem lateinamerikanischen Land hat und dessen Kultur und Küche gut kennt.

In Mannheim studierte die 33-Jährige Betriebswirtschaftslehre mit einem Schwerpunkt auf Gastronomiemanagement.

 

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Nur wenige Südamerikanische Gastwirtschaften in Deutschland

„Die Idee, ein eigenes Restaurant zu eröffnen, hatte ich schon lange“, berichtet Alexandra.  Als sie vor gut einem halben Jahr die leerstehende Immobilie in der Dalbergstraße entdeckte, wurde der Traum zur Realität.

Südamerikanische Gastwirtschaften finden sich in Deutschland nur wenige, Peruaner sind besonders selten. Es sei daher auch nicht leicht, die entsprechenden Lebensmittel zu beziehen, sagt die Junggastronomin und nennt als Beispiel die Limette: „Die peruanischen schmecken einfach anderes.“

Der Saft der grünen Zitrusfrucht spielt eine wichtige Rolle bei dem in Südamerika weitverbreiteten Ceviche. Das Fischgericht findet sich auch in verschiedenen Varianten auf der Speisekarte im Mima Peru wieder.

Die Grundlage besteht dabei aus rohem Fisch, der in der sogenannten Tigermilch – Limettensaft mit verschiedenen Gewürzen und Kräutern – mariniert wird. „Die Tigermilch ist das Geheimnis einer guten Ceviche, die Zubereitung eine Kunst für sich“, erklärt Alexandra.

 

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Den entsprechenden Künstler hat die junge Frau in Abrahan Gabriel Cabanillas gefunden, einem Koch aus Peru. Sie selbst arbeitet im Service und berät ihre Gäste gerne, denn nicht jeder kann sich unter Lomo Saltado (flambierte Rindshüftwürfel) oder Jalea (frittierte Meeresfrüchte) viel vorstellen.

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Zu den Besonderheiten im Mima Peru soll auch die wechselnde Speisekarte gehören. „Etwa alle drei Monate wird sie ausgetauscht“, so Alexandra Zahn, „im Frühling kommen beispielsweise Essen mit Quinoa oder Avocado auf die Karte“.

Der Eingang zum Restaurant. © Till Börner

Restaurant und Bar

Nicht nur die Speisen, sondern auch die Getränke sollen so peruanisch wie möglich schmecken. Nicht fehlen darf dabei das Nationalgetränk Pisco Sour. Den namensgebenden Pisco, ein Destillat aus Traubenmost, bezieht die Restaurantinhaberin aus Südamerika.

Wer es etwas weniger hochprozentig mag, bestellt sich ein peruanisches Bier, das auf Maisbasis gebraut wird und recht malzig schmeckt. Genießen kann man die Cocktails und Biere bis Mitternacht, denn das Mima Peru ist auch eine Bar.

 

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Die Idee, Ess- und Trinkkultur unter einem Dach zu vereinen, hat die Mannheimer Gründerin aus Barcelona mitgebracht, wo sie ein Jahr lang studiert hat.

In der spanischen Mittelmeermetropole genießen die Menschen ihr Leben gerne unter freiem Himmel – ab den ersten warmen Frühlingswochen können die Gäste des Mima Peru auch im Freien essen und trinken, denn eine Terrasse mit 40 Sitzplätzen ist Teil des Gastro-Konzepts.

  • mima Peru
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