Now Reading
Mittelmeer-Feeling in der Böckstraße

Mittelmeer-Feeling in der Böckstraße

Till

„Schön dass ihr da seid“, steht ganz unten auf der handbeschriebenen Schiefertafel. Darüber finden sich die aktuellen Tagesessen – unter anderem Risotto mit Datteln im Speckmantel und mit Auberginen und Zucchini gefüllte Hähnchenbrust.

Eine große Portion Gastfreundschaft und eine ausgewählte mediterrane Küche sind die Eigenschaften, die das Sonrisas miteinander vereint.

Eintauchen in eine andere Welt

Sobald der Besucher die Türschwelle überschreitet, taucht er in eine andere Welt ein. Die Augen nehmen helle, grob verputzte Wände aus Backstein und viele grüne Pflanzen wahr, in der Nase macht sich schnell ein Geruch aus südeuropäischen Gewürzen und Knoblauch breit.

„Wer hier herkommt, soll denken, er sei im Urlaub“, sagt Isabelle. Die 25-Jährige betreibt das Restaurant im Jungbusch seit Februar. Kaum hatte sie die Türen geöffnet, kam wenige Wochen später die Corona-Pandemie und Kapelakis musste wieder schließen.

Der mit Kreide verfasste Satz auf der Speisekarte soll auch die Freude zum Ausdruck bringen, dass es nach der Zwangspause dort weitergeht, wo es vorher endete: Gäste jeglichen Alters besuchen das Sonrisas und werden in vielen Fällen zu Stammkunden.

Moderne Einrichtung trifft alte Bausubstanz wie die freigelegte Wand. © Till Börner

Küche rund ums Mittelmeer

Es ist nicht die eine landesspezifische Küche, die Koch Marc Pettler zubereitet. Die italienische Platte für zwei Personen beinhaltet Pasta, Risotto, Rindersteak, Antipastigemüse sowie die Bratwurst Salsicia.

Auf der spanischen Platte befinden sich Datteln, Safranreis, Albondigas in Tomatensoße, ein Pfännchen eingelegter Garnelen, gebratene Paprika und die Knoblauchwurst Chorizo.

Bestellen zwei Gäste das Pendant aus Griechenland, können sie sich mit Fleischspießen, gegrillten Peperoni, einem Schafskäsepfännchen, Kartoffelspalten sowie einem Bauernsalat und Oliven satt essen.

Wer es lieber fleischlos will, ordert die vegetarische Version und bekommt dann Quiche mit Aubergine und Zucchini, Ratatouille-Gemüse, Reis, Schafskäse und Kartoffelspalten.

„Mit unseren Platten klappern wir die Urlaubsziele am Mittelmeer ab“, erzählt Isabelle. „Ich kann mir gut vorstellen, auch mal Gerichte aus Südfrankreich auf die Speisekarte zu nehmen.“

Verschiedene Risotto-Teller oder gegrillte Hähnchenbrust mit Kräuterbutter finden sich schon jetzt dort. An den Wochenenden gibt es auch Frühstücksangebote – mediterran angehaucht oder deftige Pancakes.

Isabelle ist die Gründerin und Geschäftsführerin von Sonrisas. © Till Börner

Inspirationen im Urlaub gesammelt

See Also

Der Traum vom eigenen Restaurant in Mannheim begleitet Isabelle seit Kindheitstagen. Schon während der Schulzeit und dem anschließenden Personalmanagement-Studium jobbt sie in der Gastrobranche und sammelt Erfahrungen.

Inspirationen für das eigene Restaurant sammelt sie bei ihren Urlauben im Süden. „In Barcelona hab ich besonders viele Lokale besucht“, erzählt die 25-Jährige. Rustikal, aber modern sieht es im Sonrisas aus. Holztische, Lichterketten und mediterrane Pflanzen geben der Inneneinrichtung den südländischen Touch.

Bei passenden Temperaturen können die Gäste auch im überdachten Innenhof verweilen und den Abend bei einem Glas hausgemachter Sangria genießen. „Die Gäste sollen gemütlich zusammen sitzen und sich Zeit lassen“, erzählt Isabelle.

32 Sitzplätze bietet das Restaurant im Inneren, weitere 20 bietet der  Hof – in normalen Zeiten. Corona-bedingt sind es aktuell weniger.

Das Restaurant hat einen kleinen Hinterhof mit einer Terrasse. ©Till Börner

Nicht von ungefähr kommt der spanische Name Sonrisas, was „das Lächeln“ bedeutet. Das sei ihre Mission, sagt die junge Frau. „Ich will heitere Momente schaffen.“

Abwechslungsreiche Momente will sie auch denjenigen bieten, die aufgrund der Pandemie dieses Jahr auf Urlaubsreisen verzichten müssen. „Hier im Restaurant bekommen sie ein paar Stunden Urlaub“, so Isabell, die sich gut vorstellen kann, in Zukunft Abende mit Livemusik zu veranstalten.

  • Sonrisas
View Comments (0)

Leave a Reply

Your email address will not be published.

© 2020 ILMA Magazin. Powered by: Mannheimer Morgen

Scroll To Top