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Smart Meals füllen deinen Kühlschrank
 

Smart Meals füllen deinen Kühlschrank

Uni, Training, Spiel, Jobben, Uni, Training, Spiel, Jobben – jahrelang bestimmte dieser Rhythmus Jeffreys Leben.

Während des Studiums in Mannheim war der gebürtige Heidelberger als Footballer aktiv, spielte für Marburg und Frankfurt in der Bundesliga. Obwohl eine ausgewogene Ernährung für ihn als Sportler besonders wichtig war, war die Zeit zum Kochen oft knapp: Mealprepping, also vorkochen und eintuppern, war angesagt.

„Irgendwann wurde ich dann auch angesprochen ,Mega cool, dass du vorkochst, machst du das auch für mich?‘“, erzählt Jeffrey. „Da dachte ich zum ersten Mal, dass das ein Geschäftsmodell sein könnte.“ Das war im Jahr 2017.

Unterstützung durch Crowdfunding-Kampagne

Gemeinsam mit Kumpel Daniel, der als Ernährungs- und Fitnesscoach arbeitet, entwickelte Jeffrey die Idee zu Smart Meals weiter: Neben vorgekochten Mahlzeiten, die man zu Hause nur noch erhitzen muss, wollen die Gründer einen digitalen Ernährungsberater anbieten.

„Lecker, aber trotzdem gesund“ soll es sein: Das sei ihnen bei der Entwicklung der Rezepte wichtig gewesen, berichtet Jeffrey. Bild: © DNA Creative Collective

Doch ganz so einfach, wie man sich das vorstellt, ist es nicht: Wie müssen beispielsweise die Rezepte entwickelt werden, damit sie gesund und trotzdem lecker, außergewöhnlich und gleichzeitig nicht zu exotisch sind? Und vor allem: Wer kocht?

„Wir wollten nicht an den Kapazitäten unserer Küchen zu Hause scheitern, sondern einen Partner finden, der für uns die Gerichte produziert.“

Zu zweit stürzten sich die Freunde im Sommer 2018 in die Arbeit. Obwohl die beiden dabei immer wieder auf neue Herausforderungen stießen, blieben Jeffrey und Daniel gelassen.  „Ich habe mich immer gefragt: Was kann schlimmstenfalls passieren? Und wenn das nicht so schlimm ist,  kann man es probieren. Es ist ja keine Raketenwissenschaft, sondern einfach sehr viel Arbeit.“

Unterstützung für ihr Projekt holten sich die beiden Mannheimer über eine Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter im vergangenen Jahr. Viele Rückmeldungen bestärkt sie in ihrer Idee, das Kampagnenziel war schnell erreicht. Mit ihrer frisch designten Website wollten die Jungs Mitte des Jahres an den Start gehen – doch dann kam Corona.

Drei Boxen zur Auswahl

„Wir haben immer mehr Rückfragen bekommen und uns entschlossen, unsere Website Mitte März zu launchen, mehrere Monate früher als geplant“, erzählt Jeffrey.

Deswegen verfügt die Seite noch nicht über alle Feature: Der digitale Ernährungsberater und die Möglichkeit, sich die Gerichte selbst zusammenzustelllen, stehen noch aus. „Für uns ist das aber auch die Möglichkeit, anhand des Kundenfeedbacks zu merken, was ankommt, und unsere Produkte im ständigen Austausch zu entwickeln“, meint Jeffrey.

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Momentan bietet Smart Meals drei Boxen mit jeweils fünf Gerichten an: Eine Veggiebox (u.a. mit vegetarischem Nasi Goreng und Graupenrisotto), die Klassikbox (mit Rinderfrikadellen oder Putengulasch) und die Vorsorgebox.

Lachs mit rotem Reis und Brokkoli. Credit: © DNA Creative Collective

Die Kosten für fünf Gerichte: 35 Euro.  Diese werden im Rhein-Main-Gebiet produziert und sind geliefert dann bis zu einer Woche haltbar im Kühlschrank, erklärt der 33-jährige Jungunternehmer. Derzeit wird zweimal die Woche gekocht und national geliefert.

Büroangestellte als Zielgruppe

Während Jeffrey und Daniel anfangs als Zielgruppe vor allem Sportler im Blick hatten, sind es jetzt vor allem Arbeitnehmer im Büro, die mittags schnell was Gesundes essen möchten. „Aber auch junge Familien freuen sich, wenn wir ihnen so das Kochen abnehmen“, meint Jeffrey, der selbst Papa eines Fünfjährigen ist.

Wegen des Fokus‘ von Smart Meals auf gesunde Gerichte sehe er übrigens klassische Lieferdienste von Restaurants nicht als Konkurrenz.

In den kommenden Monaten wollen Jeffrey und Daniel das Angebot von Smart Meals um den Ernährungsberater und Abos ergänzen. Sonst gibt sich Jeffrey bescheiden mit wirtschaftlichen Zielen: „Wir wollen einen Dienst, der vom Erstkontakt bis zum Check-out für den Kunden wirklich hilfreich ist und ihm ermöglicht, sich leicht gesund zu ernähren. Es ging uns nie darum, dass wir einfach ein Start-up haben, um es zu haben.“

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