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Nachhaltige Brautmode dank pure.love

Nachhaltige Brautmode dank pure.love

Stefanie Maier
pure.love bietet nachhaltige und teils komplett vegane Brautmode an. © Stefanie Maier

Wer sein Leben oder seinen Alltag nachhaltig gestaltet, sollte auch bei seiner Hochzeit keine Kompromisse eingehen müssen. Einen Teil hierzu steuert seit Ende Oktober Melina mit pure.love bei. In dem großzügigen Laden in der Mannheimer Oststadt gibt es nachhaltig produzierte Brautmode sowie ein nachhaltiges Ladenkonzept.

Auch Schmuck, Blumenkränze und Schleier gehören zum Angebot. © Stefanie Maier
Auch Schmuck, Blumenkränze und Schleier gehören zum Angebot. © Stefanie Maier

Vision verfolgen

„Ich hab tatsächlich verrückterweise davon geträumt, es war sozusagen eine Vision“, berichtet uns die sympathische Inhaberin, wie sie auf die Idee kam. Das war im vergangenen Jahr. Um das Vorhaben zu verwirklichen, kündigt sie ihren Job und setzt alles daran, ihre Vision wahr werden zu lassen.

„Es ist eine krasse Branche mit viel Konkurrenz“, erklärt Melina, die weiß, wovon sie spricht. Schließlich ist sie gelernte Makeup-Artistin und Hairstylisten und hat dadurch in ihrem früheren Job genug Bräute gesehen und Kontakt zur Branche gehabt.

Da ihr das Thema Nachhaltigkeit sehr am Herzen liegt, wird ihr schnell klar, in welche Richtung das Konzept gehen soll. „Ich will durch pure.love die Welt ein kleines Stückchen besser machen“, sagt sie bescheiden.

Inhaberin Milena hat mit pure.love ihre Vision erfüllt. © Stefanie Maier
Inhaberin Milena hat mit pure.love ihre Vision erfüllt. © Stefanie Maier

Exklusive Auswahl an Brautmode

Aktuell findet man bei pure.love eine exklusive Auswahl an Brautmode – Kleider und Zweiteiler – die von zwei Designerinnen in Deutschland entworfen und produziert werden. „pure.love ist sozusagen ein Showroom“, verdeutlicht uns die Inhaberin.

Das erklärt, warum hier jedes Kleid so gut wie nur einmal im Laden hängt. „Meist habe ich ein Teil nur in einer Größe hier, da wissen meine Designerinnen genau, welches Teil, in welcher Größe gut funktioniert. Das reicht auch vollkommen zum Anschauen und zur Auswahl des Kleides“, fährt sie fort. „Wenn die Kundin überzeugt ist, wird es in ihrer Größe bei der entsprechenden Designerin bestellt und gefertigt.“

Zusätzlich arbeitet Melina mit einem speziell auf Brautkleider spezialisierten Schneider-Team aus der Region zusammen, die im Anschluss die finale Anpassung vornehmen. Dadurch ist auch immer eine individuelle Änderung möglich: Egal ob Länge oder der Tausch einer Spitze beispielsweise.

Schlicht, elegant und nachhaltig: Die Brautmode bei pure.love. © Stefanie Maier
Schlicht, elegant und nachhaltig: Die Brautmode bei pure.love. © Stefanie Maier

Schlicht und ohne Chichi

Die Teile, die bei pure.love präsentiert werden, sind schlicht und sportlich elegant. Ohne Glitzer und Chichi. Was nicht heißt, dass es nicht verspielte Details wie aus samtig weicher Spitze gibt.

Momentan stehen circa 65 Teile zur Auswahl. In den kommenden Wochen sollen noch ein paar dazu kommen. Aber so soll es dann blieben: Überschaubar, aber völlig ausreichend, sodass für Jede etwas dabei ist.

Was allerdings trotzdem nicht fehlen darf: Taschentücher, Candybar und Sekt(kühler). Schließlich ist die Wahl des Braukleides schon ein kleines Happening, das Frau gerne mit ihren besten Freundinnen erlebt.

Für die Nerven: Natürlich darf eine Candybar nicht fehlen, der Sektkühler steht auch bereit. © Stefanie Maier
Für die Nerven: Natürlich darf eine Candybar nicht fehlen, der Sektkühler steht auch bereit. © Stefanie Maier

Nachhaltige Produktion durch und durch

Bei der Produktion aller Kleidungsstücke steht der Nachhaltigkeitsaspekt im Fokus. Durch die Produktion in Deutschland werden lange Lieferwege vermieden, die Wahl der Stoffe wird besonders sorgfältig getroffen.

Zum Einsatz kommt nur zertifizierte Bio-Baumwolle, auch Seaqual Yarn, ein spezielles Polyestergarn, das zu 100% aus recycelten Materialien wie Meeresplastik oder PET-Abfällen besteht, wird verarbeitet.

Zudem gewaltfreie Seide, wobei die Seidenspinner nicht getötet werden. Auch rein vegan gefertigte Kleider findet man übrigens bei pure.love.

Manche Kleider sind komplett vegan produziert. © Stefanie Maier
Manche Kleider sind komplett vegan produziert. © Stefanie Maier

Darüber hinaus bietet pure.love passenden Schmuck, Haarkränze aus Trockenblumen und Schleier an. Dass auch hier auf Nachhaltigkeit gesetzt wird, versteht sich von selbst. So finden beim Schmuck verwendeten Perlen aus alten Perlenketten Verwendung.

Aber auch im Umgang mit den Kollektionen wird nachsichtig gehandelt. „Normal gibt es im Herbst die neuen Kollektionen, wodurch alles von davor rausgeworfen wird“, erklärt Melina.

Bei pure.love findet so ein Massenaustausch der Ware allerdings nicht statt. „Vielleicht fallen mal einzelne Stücke raus, aber da die ausgewählten Teile recht zeitlos sind, bleiben sie bestehen.“

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Ehrgeizig: Ellen Radschun (v.l.), Clara Stöckelmann, Marie-Luise Ungemach, David Schauer, Nico Schweitzer, Ole Jandric und Mouhamed Ba. © Sylvia Osthues

Auch bei der Schmuckauswahl wird auf nachhaltige Materialen geachtet. © Stefanie Maier
Auch bei der Schmuckauswahl wird auf nachhaltige Materialen geachtet. © Stefanie Maier

Vielfältige Möglichkeiten im Nachgang

Aktuell geht der Trend zu Zweiteilern, das Hochzeitsoutfit bestehend aus Rock und Oberteil. Diese eignen sich übrigens im Nachgang auch perfekt zum individuellen Weitertragen, wie wir lernen: Das Spitzen-Oberteil lässig zu einer Jeans kombiniert oder zum langen Rock ein fröhliches Sommeroberteil. „Man kann sich bei uns auch nach der Hochzeit alle Teile einfärben lassen“, erwähnt Melina beiläufig. Nochmal ein Vorteil für ein nachhaltiges Hochzeitskleid.

Ein großer Trend sind Zweiteiler, die man nach der Hochzeit auch getrennt zu anderen Anlässen tragen kann. © Stefanie Maier
Ein großer Trend sind Zweiteiler, die man nach der Hochzeit auch getrennt zu anderen Anlässen tragen kann. © Stefanie Maier

Dass Nachhaltigkeit seinen Preis hat, ist mittlerweile bekannt. Im Schnitt muss man bei pure.love für ein Kleid oder Zweiteiler mit durchschnittlich 1.500 € rechnen. Was allerdings im Anbetracht der Produktion sowie Stoffauswahl, der liebevollen Beratung und den weiteren Möglichkeiten des Tragens der Stücke im Nachgang völlig gerechtfertigt ist. Auch der Produktionszeit von 3-4 Monaten ist für so ein exklusives Stück absolut nichts entgegen zu setzen.

Hier kann man sich wohlfühlen und das einmalige Erlebnis mit seinen Freundinnen teilen. © Stefanie Maier
Hier kann man sich wohlfühlen und das einmalige Erlebnis mit seinen Freundinnen teilen. © Stefanie Maier

Ausweitung des Konzepts

„Anfangs sollte es eher eine kleine Boutique mit 50 – 80 m² werden, jetzt hab ich fast 200 m²“, gesteht Melina, die aber sehr glücklich über ihren Laden ist. Der Altbau, in der Nähe zur imposanten Christuskirche, mit den hohen Decken, passt perfekt zu pure.love.

In der Location von pure.love ist noch Raum für mehr Ideen. © Stefanie Maier
In der Location von pure.love ist noch Raum für mehr Ideen. © Stefanie Maier

Damit auch Männer in einem nachhaltig produzierten Anzug heiraten können, denkt Melina über eine Ausweitung des Konzepts nach. Auch das Angebot um Secondhand Kleider zu erweitern, kann sie sich gut vorstellen. Platz genug würde der Laden noch bieten. Aber keine Eile. „Ich habe ja erst am 28. Oktober meine Eröffnung gefeiert“, lacht Melina.

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