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Individuelle Einzelstücke aus Holz von ManSeb

Individuelle Einzelstücke aus Holz von ManSeb

Stefanie Maier
Sebastian von ManSeb in seiner Werkstatt. © Stefanie Afisa

Wer sich für individuelle Einzelstücke und nette Geschenkartikel aus hochwertigem Holz interessiert, sollte sich mal mit dem lokalen Label ManSeb befassen.

ManSeb, das sind Manfred und Sebastian. Ein Team aus zwei Generationen. Jung und Alt. Die kleine und die große Faust, wie auf dem Logo dargestellt, die Erfahrung mit Tatendrang sowie Liebe zum Detail miteinander vereinen.

Bei ManSeb treffen zwei Generationen aufeinander. © Stefanie Afisa
Bei ManSeb treffen zwei Generationen aufeinander. © Stefanie Afisa

Handwerk liegt in der Familie

Während Sebastian den aktiven handwerklichen Part von ManSeb übernimmt, ist Manfred, sein 85-jähriger Opa, hauptsächlich nur noch in beratender Funktion tätig. Dennoch hat er einen großen Anteil daran, dass sein Enkel sich dem Handwerk widmet.

„Die grundlegenden Kenntnisse zum Handwerken und der Arbeit mit Holz habe ich von meinem Opa“, erzählt Sebastian. „Ich habe schon früher immer alles mit ihm repariert, ihm geholfen und so die Arbeit kennengelernt.“

Doch das handwerkliche Geschick und die Leidenschaft zum Selbermachen reicht sogar noch ein Stückchen weiter zurück. „Der Schwiegervater von meinem Opa war Schreiner“, erinnert sich Sebastian „daher gibt es hier auch immernoch die Werkstatt im Hinterhof, die ich nun für ManSeb nutze.“

Das Arbeiten mit Holz und Handwerken liegt in der Familie. © Stefanie Afisa
Das Arbeiten mit Holz und Handwerken liegt in der Familie.

Hier ist ein schönes altes Haus in der Ziethenstraße in Feudenheim, in dem Sebastian aufgewachsen ist und das aktuell noch von seinen Eltern und Manfred bewohnt wird. Er kommt regelmäßig nach der Arbeit vorbei, um in seinem Reich, der Werkstatt in einer alten Scheune, zu werkeln.

Viele Geräte, Maschinen und Werkzeuge stammen noch aus früheren Zeiten. „Ab und zu kommt aber natürlich auch was Neues dazu, das ich mir aus den Gewinnen von individuellen Auftragsarbeiten finanziere“, erklärt Sebastian.

Einen hohen kommerziellen Anspruch habe er aktuell mit seiner Arbeit noch nicht. Es sei eher ein Hobby und schöner Zeitvertreib bzw. Ausgleich zu seinem eigentlichen Job.

Sebastian bei der Arbeit. © Stefanie Afisa
Sebastian bei der Arbeit. © Stefanie Afisa

Von der Inspiration über Versuche zum erfolgreichen Ergebnis

Angefangen hat alles mit einem Instagram Video. „Ich hab irgendwann ein Video mit so einem Tisch mit Epoxidharz gesehen und dachte mir, dass ich so einen auch gerne hätte und es doch nicht so schwer sein kann, das selbst zumachen“ lacht er.

„Also hab ich viel YouTube geschaut, in der Werkstatt einiges einfach mal ausprobiert, etliche Fehltritte gehabt, daraus gelernt und schließlich erste Erfolge erzielt“, fasst der studierte Wirtschaftsingenieur zusammen.

So entstehen nun individuelle Kleinmöbel wie Tische, Regale oder Lampen aus hochwertigem Holz, die meist mit Epoxidharz, welches beliebig gefärbt werden kann, durchzogen werden. „Mit Epoxidharz lässt sich viel machen“, erklärt Sebastian „man kann damit auch gewissen Gegenstände in das Holz einlassen und fixieren wie bspw. Muscheln, Korken oder Rennautos.“

Die Lampen sind ein echter Hingucker und können auch individuell angepasst werden. © Stefanie Afisa
Die Lampen sind ein echter Hingucker und können auch individuell angepasst werden. © Stefanie Afisa

Individualität statt Masse

Bei ManSeb wird nicht auf Masse produziert, sondern auf Anfrage. So hat jeder die Möglichkeit individuelle Wünsche zu äußern. Sebastian beschafft dann gezielt die benötigten Materialien, wie das Holz oder greift auf seine gesammelten Werke aus Grünabfällen, Gartenarbeiten oder Waldspaziergängen zurück. „Wenn da jetzt der perfekte Ast auf der Straße liegt, warum ihn nicht mitnehmen und ihn zu etwas neuem verwandeln, wie einer Lampe“, lacht Sebastian.

Auch die Rest-Materialien versucht er immer zu Produkten zu verarbeiten. So baut sich Sebastian langsam auch ein kleines Standard-Volumen an Produkten wie Holzuntersetzern, Flaschenöffnern oder Schlüsselanhängern auf, die er ab und zu auf saisonalen Märkten als nette Geschenkartikel und Mitbringsel anbietet.

Alles in einem preislichen Rahmen, aufgrund der Qualität nicht super billig, aber erschwinglich. Aktuell kommen auch Schneidebretter mit Mannheim-Motiven dazu.

Ausprobieren tut sich Sebastian auch gerne an Bildern aus leeren, aber besonderen Spirituosenflaschen. Die Einzelteile der zersprungenen Flaschen werden raffiniert angeordnet und zu einem Bild gestaltet. Ein Hingucker für jede Bar oder einen Liebhaber einer ganz bestimmten Getränkesorte.

In einem provisorischen "Showroom" in der hauseigenen Werkstatt kann man sich einen Überblick über die Arbeiten verschaffen. © Stefanie Afisa
In einem provisorischen „Showroom“ in der hauseigenen Werkstatt kann man sich einen Überblick über die Arbeiten verschaffen. © Stefanie Afisa

Erster Auftritt auf dem Weihnachtsmarkt Feudenheim

Wer sich für seine Arbeit interessiert, den Wunsch nach einer individuellen Anfertigung hegt oder ein kleines Projekt im Kopf hat, das durch ManSeb realisiert werden kann, darf sich gerne bei Sebastian über Instagram melden.

„Momentan kommt das meiste auch einfach über Mundpropaganda rein, von Bekannten und Freunden, oder Leuten, die mich auf dem Oster- oder Weihnachtsmarkt in Feudenheim gesehen haben“, fasst er zusammen. „Letztes Jahr haben mich meine Freunde von Mahoko Kerzenliebe zu ihrem Stand dazu geholt und ich dachte, es wäre ein netter Test.“

Für dieses Jahr stehe der Termin jetzt schon fest im Kalender sowie noch 3-4 weitere Weihnachtsmärkte im Umkreis.

Auch ManSeb liebt Mannheim - und ILMA. © Jana Hartmann
Auch ManSeb liebt Mannheim – und ILMA. © Jana Hartmann

„In Feudenheim ist man zudem gut vernetzt“, grinst Sebastian „da bekommt man auch seinen Support, wie z.B. von der Pizzeria Mama Lucia, bei der ich seit der 5. Klasse Stammgast bin.“ Dort werden die leckeren Pizza-Sandwich nun auf einem Holzbrett, gefertigt von ManSeb mit Pizzaria-Logo, serviert.

Auch mit der Lieblings Boutique und Michelle von Goldmuse sei er gut bekannt. Von letzterer hatten wir auch den Tipp zu ManSeb erhalten.

Das kleine Generationen-Label lebt von seiner Individualität, Qualität und Sympathie und ist ein echter Geheimtipp. „Es ist auch einfach eine kleine Hommage an meinen Opa, der das Handwerkliche in die Familie gebracht hat, und damit er in irgendetwas weiterlebt, wenn er nicht mehr ist“, schließt Sebastian etwas nachdenklich ab.

Aber bis dahin kann er auf jeden Fall auf die Unterstützung von Manfred zählen.

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