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amata lana – der Laden für dein Strickprojekt

amata lana – der Laden für dein Strickprojekt

Stefanie Maier
Material, Beratung, Inspiration - Im amata lana findest du alles für dein (erstes) Strickprojekt. © Vanessa Müller

„Stricken ist meine Passion, schon als kleines Kind habe ich Stricken gelernt und für mich entdeckt,“ erzählt uns Julia von amata lana gleich zu Beginn unseres Besuchs. So war der Entschluss nach dem Studium zum Betriebswirt in Mannheim in der Textilbranche zu starten, nicht verwunderlich.

Durch ihren Job beschäftigte sich Julia immer mehr mit Garnen sowie deren Herkunft, Verarbeitung und Unterschieden. Parallel dazu entsteht die Idee für ein eigenes Ladenkonzept, ein zeitgemäßes, nachhaltiges Garnsortiment in einem modernen Ambiente für Privatkunden anzubieten.

Hier findet man ein zeitgemäßes und nachhaltiges Garnsortiment in modernen Ambiente. © Vanessa Müller
Hier findet man ein zeitgemäßes und nachhaltiges Garnsortiment in modernen Ambiente. © Vanessa Müller

Unterstützung durch Gig7

Mit ihrer Idee wendet sich Julia schließlich an das Gründerinnenzentrum Gig7 und erhält dank des Gründergutscheins Beratung und Unterstützung bei der Erstellung eines Business Plans. „Die Zusammenarbeit lief prima und der Austausch war sehr offen und ehrlich“, blickt die Gründerin zurück. Die Beraterin sagte zu ihr: „Es wird schwer, aber sie stehen so dahinter, dass ich glaube, das kann funktionieren.“

Und sie behielt Recht. Seit September 2022 trifft man Julia in ihrem amata lana auf dem Lindenhof an und erlebt, wie viel Leidenschaft und Herz sie in das Ladenkonzept und die Beratung ihrer Kundschaft legt.

„Ich habe lange überlegt, ob ich mit dem Laden lieber direkt in die Stadt gehen soll“, erzählt Julia uns. „Aber der Lindenhof war eine gute Entscheidung, ich bin happy hier. Zudem war es mir wichtig, auf jeden Fall da hinzugehen, wo auch mehrere kleinere Läden sind und es nicht ganz so anonym ist, wie in der Innenstadt“,“ bekräftigt die Inhaberin ihre Entscheidung.

Zentral in der Meerfeldstraße hat der Laden seinen Platz gefunden. © Vanessa Müller
Zentral in der Meerfeldstraße hat der Laden seinen Platz gefunden. © Vanessa Müller

Hochprozentiges Naturgarn

Im amata lana findet man ausschließlich „hochprozentiges“ Naturgarn, bevorzugt von Herstellern aus skandinavischen Ländern. Bei der Auswahl der Marken, die es ins Sortiment schaffen, wird strikt auf zahlreiche Kriterien geachtet.

Es geht um eine biologische und artgerechte Tierhaltung, einen Baumwoll-Anbau ohne künstliche Düngemittel und Pestizide, faire Produktionsbedingungen und keine Kinderarbeit, sozialverträgliche Arbeitsbedingungen und besonders der Verzicht auf Mulesing.

„Meine Idee war, ein Wollladen zu eröffnen, wo man sich eben sicher sein kann, alle Garne sind schadstoffarm, fair entwickelt, nachhaltig produziert und achten aufs Tierwohl“, fasst Julia zusammen. „So eigenen sich alle Garne auch für Kleidung von Babys“, fügt sie hinzu.

Da es im amata lana nur Naturgarne gibt, eignen sich alle auch für Babysachen. © Vanessa Müller
Da es im amata lana nur Naturgarne gibt, eignen sich alle auch für Babysachen. © Vanessa Müller

Es geht ums Selbermachen

Ganz billig ist die Wolle dadurch nicht, aber das versteht sich bei der Qualität von selbst. Die reinen Kosten für die benötigte Wolle zum Stricken eines Pullovers aus Schurwolle liegen im Schnitt bei 50 – 60 €, wie wir erfahren. Benutzt man Merino- oder Alpakawolle liegt man gleich nochmal höher. Die Arbeitszeit ist hierbei noch nicht eingerechnet.

„Das Stricken eines Pullovers lässt sich kaum bezahlen,“ sagt Julia. „Wenn man hobbymäßig nebenher strickt, braucht man schon gut einen Monat für ein größeres Projekt, so rund 30h würde ich da schon veranschlagen, gerade bei noch unerfahrenen Strickern.“

Die Arbeitszeit ist unter anderem auch ein Grund, warum Julia die gestrickten Stücke, die im Laden ausgestellt sind, um der Kundschaft Modelle aus verschiedenen Qualitäten zu präsentieren, nicht für den Verkauf bestimmt sind – und auch nie sein werden. „Außerdem geht es ja ums Selbermachen – der Weg ist das Ziel“, lacht Julia.

Dienen nur als Beispiele und sind nicht für den Verkauf bestimmt. © Vanessa Müller
Dienen nur als Beispiele und sind nicht für den Verkauf bestimmt. © Vanessa Müller

Kundenservice gehört einfach dazu

Unterstützung beim Selbermachen leistet die passionierte Strickerin aber auf jeden Fall. Wer in den Laden kommt, erhält eine umfassende Beratung abgestimmt auf das geplante Projekt und auf persönliche Vorlieben bei Material, Farben, Nadelstärken, Muster oder Techniken. „Das ist ein bisschen wie beim Frisör“, zieht Julia den Vergleich. „Da muss man auch erstmal wissen, was die Kundschaft möchte und beraten.“

Im amata lana kann man also nicht nur Wolle kaufen, sondern erhält einen rundum Service. Auch bei unserem Besuch kommen immer wieder Leute vorbei, suchen Julias Rat, um einen Fehler auszubügeln oder um einen Tipp zu bekommen, wie das Strickprojekt nun optimal weitergeht.

Hierbei ist auffällig, dass Jung und Alt vorbeischauen, denn persönlicher Service ist immer noch besser als jedes YouTube Tutorial. „Ich möchte da echt die Tür offenlassen“, macht Julia deutlich „das ist Kundenservice und der gehört einfach für mich dazu, das muss man machen.“

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Der Fröhlichladen in der Neckarstadt. © Vanessa Müller

Service und Beratung gehören für die Inhaberin einfach dazu. © Vanessa Müller
Service und Beratung gehören für die Inhaberin einfach dazu. © Vanessa Müller

Herzensaufgabe amata lana

Wenn Julia redet, merkt man was für eine Herzensaufgabe das amata lana für sie ist. Angefangen bei der Haltung der Tiere, über die Herkunft sowie Weiterverarbeitung des Garns, bis hin zu den Unterschieden der Beschaffenheit der Wolle und das Stricken selbst.

„Es gibt eine riesige Spannweite bei Wolle und auch das Stricken damit ist so vielseitig. Man kann traditionell stricken, man kann postmodern stricken,“ schwärmt die Inhaberin, „es gibt tolle Strickdesigner, die ihre Anleitungen online oder auch bei amata lana anbieten. Die Modelle sind alle jung, modern und der aktuellen Mode entsprechend. Das animiert natürlich auch die jungen Leute das Handwerk zu erlernen.“

Julia liebt besonders DesignerInnen aus Dänemark. © Vanessa Müller
Julia liebt besonders DesignerInnen aus Dänemark. © Vanessa Müller

Und auch uns hat Julia begeistert, was damit endet, dass wir uns für den nächsten Einsteiger -Workshop anmelden.

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