Now Reading
Werde Lebensmittelretter mit too good to go

Werde Lebensmittelretter mit too good to go

Laura Schröder
Wir haben 3 Too good to go-Anbieter in Mannheim getestet. Hier unsere Ausbeute der Back-Ecke. © Laura Schröder

Vermutlich steht jeder, der too good to go noch nicht getestet hat, vor der Frage: „Lohnt es sich oder bekomme ich nur halb vergammeltes Essen?“. Auch wir waren anfangs skeptisch.

Daher haben wir für euch drei Anbieter getestet, um diese Frage anhand unserer eigener Erfahrungen beantworten zu können. Unser Fazit zur App, zum Handling und den erhaltenen Produkten der getesteten Anbieter, lest ihr hier.

Too good to go – Was ist das eigentlich?

Too good to go ist ein im Jahre 2015 gegründetes Unternehmen, welches dir und auch den Betrieben, die ihr Essen dort anbieten, es ermöglicht, einen wichtigen Beitrag zur Lebensmittelrettung zu leisten.

Gemeinsam mit den anderen 7,3 Millionen Nutzern in Deutschland kannst du ganz bequem über dein Smartphone oder Tablet via App deine Bestellung von Zuhause aus aufgeben und diese innerhalb des Abholzeitraums beim jeweiligen Anbieter abholen.

Für Auswahl ist gesorgt, da neben einigen Bäckereifilialen, auch Restaurants ihre übrig gebliebenen Portionen in Mannheim anbieten. Auf ganz Deutschland gesehen, sind das aktuell 14.294 Cafés, Restaurants, Bäckereien und Hotels.

Ihr könnt über die App jeden Anbieter in eurer Nähe sehen, der mit too good to go zusammenarbeitet. Auf eurer Startseite werden euch die jeweils verfügbaren Anbieter, in Kategorien eingeteilt, angezeigt, sodass ihr schnell und einfach bestellen könnt.

 

Eine Übersicht der too good to go Anbieter in Mannheim.
Eine Übersicht der too good to go Anbieter in Mannheim. © too good to go

Die Lebensmittelboten – der erste Anbieter im Test

Über die App haben wir für 4€ eine Überraschungstüte bei dem Online-Supermarkt Lebensmittelboten bestellt. Nachdem wir diese zwischen 14 und 16 Uhr in Mannheim Vogelstang abgeholt haben, wurde die Ausbeute natürlich für euch geprüft.

In unserer Tüte waren jeweils eine Packung Körnerbrot, Butterkäse, Kekse, Teewurst, regionale Eier (aus Worms), ein Sahnepudding und eine Mandarine.

Alle Lebensmittel hatten zum Abholtag ihr Mindesthaltbarkeitsdatum nicht länger als 3 Tage überschritten und bis auf die Mandarine, die leider ziemlich weich war, konnten wir alles untereinander aufteilen und die Lebensmittel problemlos essen.

Was uns an diesem Anbieter besonders gefallen hat?

Für jeden war etwas dabei. Holt man als Vegetarier oder Veganer eine nicht als vegan oder vegetarisch gekennzeichnete Überraschungstüte ab, kann man die unerwünschten Produkte sicherlich an Freunde oder Familie abgeben und hat trotzdem nur einen Bruchteil des eigentlichen Warenwerts bezahlt.

Für 4€ kann man auf jeden Fall nicht meckern und auch die nicht mehr ganz so frische Mandarine verkraften.

Unsere Lebensmittel die wir über die Lebensmittelboten gerettet haben
Unsere Lebensmittel, die wir über die Lebensmittelboten gerettet haben. © Laura Schröder

Die Back-Ecke unter die Lupe genommen

Unsere nächste Bestellung war bei der Back-Ecke in L2 8. Für 3€ hatten wir freie Auswahl und durften selbst entscheiden, was wir gerne mitnehmen möchten. An Auswahl hat es definitiv nicht gemangelt. Bei der Back-Ecke angekommen, haben uns zwei super freundliche Männer mit Humor und Gastfreundschaft begrüßt.

An der Theke mit den belegten Brötchen durften wir zwei Brötchen mitnehmen. Hier war es nur schade, dass keine vegetarisch belegten Brötchen mehr da waren. Aber das spricht ja eher für die Backwaren. Ein Käsebrötchen und ein normales Brötchen, jeweils belegt mit Salat, Tomaten, Salami etc. waren also unsere herzhafte Ausbeute.

Anschließend wurden wir noch an die süße Theke gebeten, um uns hier ebenfalls Gebäck auszusuchen. Ein Croissant und ein Amerikaner durften so auch noch mit.

Alle Backwaren waren noch schön frisch und auch sehr lecker. Der Amerikaner war zwar etwas trocken, aber das ist bei solch einem Gebäck auch fast unvermeidbar.

Für 3€ können wir uns auf gar keinen Fall beschweren, besonders nicht bei solch einer freundlichen Bedienung und der freien Auswahl.

Die Backwaren bei der Backecke durften wir uns aussuchen
Die Backwaren bei der Back-Ecke durften wir uns selbst aussuchen. © Laura Schröder

Was hat die Alnatura Bäckerei zu bieten?

Als letzten Anbieter haben wir uns Alnatura ausgesucht. Für 4€ bekommt man hier eine Tüte mit Backwaren.

Bei Alnatura angekommen, haben wir erstmal gestaunt – die Türe war riesig. In der Tüte waren zwei Croissants, zwei Brötchen, ein Hefegebäck in Nikolausform, zwei Apfeltaler und zwei Laugenzöpfe. Also für den Preis definitiv unschlagbar!

Die Produkte waren zum Teil schon etwas trocken bzw. hart, aber dennoch essbar und lecker. Bei Laugengebäck ist es ja bekannt, dass dies schnell hart wird. So war es bei den Laugenzöpfen leider auch der Fall. Aber am Abend konnte man sie trotzdem noch gut essen. Dafür waren die Apfelplunder noch richtig frisch und weich.

Ebenfalls fanden wir es richtig gut, dass auf den verschiedenen Tüten der Backwaren alle Zutaten aufgelistet waren, sodass mögliche Unverträglichkeiten vor dem Verzehr ausgeschlossen werden können.

See Also
Die Toasting Inhaber Zerah und Fatih. © Sophia Knab

Auch der ursprüngliche Preis und die Nährwertangaben waren auf den Zetteln zu finden. Kein muss, aber dennoch interessant für den Verbraucher.

Alnatura können wir euch auf jeden Fall auch empfehlen. Vor allem im Bezug auf die Ursprungspreise. Alnatura ist ja bekanntlich etwas teurer und so auch deren Bäckerei.

Die Apfelplunder von Alnatura
Die Apfelplunder von Alnatura. © Laura Schröder

Unser Fazit – Lohnt sich too good to go in Mannheim oder auch in einer anderen Stadt?

Das Retten von Lebensmitteln lohnt sich immer, selbst wenn sich die Menge in Grenzen hält. Wohnt man in Mannheim oder Ludwigshafen, findet man definitiv einen Betrieb, der Essen in seiner Nähe zur Abholung anbietet.

Selbst wenn ihr diesen Artikel aus anderen Städten in Deutschland lest, gibt es sicherlich auch in eurer Stadt Betriebe, denen ihre Reste zu schade sind um weggeworfen zu werden.

Also einfach mal die App herunterladen und nachschauen. Sollte etwas bei eurer Ausbeute dabei sein, was ihr nicht mögt oder nicht verwerte könnt, könnt ihr diese Dinge auch gerne an Freunde, Familie oder auch z.B. nach einer Bestellung beim Bäcker, an Bedürftige geben, um diesen eine kleine Mahlzeit zu schenken.

Für den Preis den man bei den Anbietern zahlt, müssen die Lebensmittel ja auch nicht mehr in einem superfrischen Zustand sein, hauptsache sie werden nicht unnötig weggeworfen.

Wer sich also schon länger, oder auch erst nach unserem Artikel, an too good to go herantrauen möchte, nur zu. Ihr macht in keinem Fall etwas falsch, wenn ihr versucht Essen zu retten, das eigentlich weggeworfen werden soll.

Instagram

Mit dem Laden des Beitrags akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Instagram.
Mehr erfahren

Beitrag laden

  • Too good to go

© 2022 ILMA Magazin. Powered by: Mannheimer Morgen